Nachlese März – Jörg Nießen mit „112 gute Gründe, die Feuerwehr zu lieben“

Vom Feuerwehrmann zum Bestseller-Autor – über den coolsten Job der Welt
Jörg Nießen zu Gast in Wilster

Text: Heike Pohl

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Jörg Nießen im Spiegelsaal, Bild: Birgit Böhnisch

Offen, sympathisch und bei der Feuerwehr – das sind unschlagbare Attribute für einen Mann und wenn er dann noch schreiben und sogar mit guter Stimme und viel Elan vorlesen kann, dann ist das schon die halbe Miete für einen gelungenen Abend bei Leselust e.V.

Das Publikum, diesmal waren auch viele männliche Zuhörer im Spiegelsaal erschienen, konnte Feuerwehrmann und Bestsellerautor Jörg Nießen ganz auf seine Seite ziehen. Und zu seinen „112 guten Gründen, die Feuerwehr zu lieben“ dürfte ein weiterer hinzugekommen sein, und das ist er selbst mit seinen pointierten Geschichten rund um seine Profession.

Seine Frau soll den Anstoß zum Schreiben gegeben haben, erzählt Nießen seinem Publikum, nachdem sie einige seiner Anekdoten zum wiederholten Male vor unterschiedlicher Kulisse hatte anhören mü…, besser dürfen. Außerdem habe er nie, wie viele Jungen in ihren Wunschträumen, Feuerwehrmann werden wollen, erzählt er seinem Wilsteraner Publikum. Er wollte lieber Robben füttern an der Nordsee, habe allerdings zu dieser Wunschvorstellung nicht so ganz den passenden Beruf gefunden.

Etwa 70 Lesungsgäste waren am 18. März in den Spiegelsaal im Alten Ratshaus gekommen und haben, erzählt die Vorsitzende von Leselust e.V., Birgit Böhnisch, stellenweise Tränen gelacht. Anders als man nämlich annehmen mag, besteht die Aufgabe der Feuerwehr nicht nur darin, Brände zu löschen. Nießen berichtet aus eigener Erfahrung von vielen unterschiedlichen skurrilen bis hanebüchenen Einsätzen, zu denen er und seine Kollegen gerufen werden. Da ist das hilflose Kätzchen im Baum sicher noch einer der harmloseren Geschichten. Mit im Publikum übrigens auch – darüber hat man sich bei Leselust ganz besonders gefreut – einige Amtsträger der lokalen Wehren.

Mit einem solchen Erfolg für seine Bücher rund um Feuerwehr und Rettungsdienst hatte Nießen nicht gerechnet, das betont er immer wieder auch in seinen Interviews. Dass sein Blick hinter die Kulissen der Feuerwehr auf so viel Interesse stößt, freut ihn jedenfalls ungemein. Mal sachlich, mal humorvoll, bisweilen aber auch ironisch liefert Nießen in seinem Buch selbst die Argumente, mit denen Anerkennung und der Respekt gegenüber der traditionsreichen Institution Feuerwehr und ihren Vertretern zu erklären ist.

Die „Hommage an eine ganz besonders heiße Institution“ ist für 9,95 Euro im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag erschienen, 224 Seiten lang und mit Illustrationen von Marco Reichert versehen.

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