Publikumsmagnet – Sebastian Fitzek begeisterte in Wilster

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Bestseller- und Thriller-Autor Sebastian Fitzek zwischen Karin Labendowicz (Stadtbücherei Wilster) und Birgit Böhnisch (Leselust e.V.)

Die Lesung von und mit Bestsellerautor und Thriller-Experte Sebastian Fitzek am vergangenen Sonntagabend in Wilster bot auf allen Ebenen Superlative:
Über 300 begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer waren der Einladung von Leselust e.V. und der Stadtbücherei Wilster ins Colosseum gefolgt, um den deutschen Star der Krimiszene live, und im Anschluss an die Lesung auch hautnah zu erleben.

Mühe und Aufwand der Veranstalter wurden richtig belohnt – der Verein freut sich über die große Spendenbereitschaft des Publikums und dankt an dieser Stelle auch der Volksbank Pinneberg-Elmshorn für ihren großzügigen Beitrag zu diesem Abend. Die Lesungen sollen, ganz im Sinne von Gemeinnützigkeit, kostenlos bleiben, Autoren und Reisekosten wollen aber dennoch bezahlt werden.
Umso schöner, dass Profi Fitzek auch von den Anfängen seines eigenen künstlerischen Schaffens berichtete, da war bei einer Gesamtauflage von knapp 4.000 Stück nämlich nach oben hin noch viel Luft, um davon sprechen zu können, von der Arbeit an einem Buch auch den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Neben Auszügen aus seinen Büchern – Fitzek las aus dem „Joshua Profil“ und auch seinem neusten Thriller „Das Paket“, unterhielt der Experte für spannende Plots sein Publikum mit Anekdoten rund um seine schriftstellerische Arbeit. Dass die Realität oft genug auch die krudeste Fiktion einholt bzw. sie sogar um ein Vielfaches übertrifft, spüre auch ein Autor und das beeinflusse ihn bei der Wahl seiner Themen. Wo Exposés von Verlagen abgelehnt würden mit dem wohlmeinenden Hinweis, so manche Story sei doch eher an den Haaren herbeigezogen, da übertreffe das Leben oft genug jede noch so spleenige Idee.
In Erinnerung wird sicherlich Fitzeks Bericht über die Familie bleiben, die anlässlich einer Fahrzeugkontrolle kurz vor Berlin der Polizei von einem Elefanten berichtete, der ihren Wagen – wie vorgefunden – kraftvoll demoliert habe. Und die auf ungläubiges Nachfragen hin reichlich Mühe hatte, die Beamten vom Wahrheitsgehalt ihres exotischen Wild-Abenteuers zu überzeugen. Demnach hatte die Schwiegermutter auf dem Rücksitz den neugierig ins Fahrzeuginnere schnüffelnden Rüssel eines Elefanten loswerden wollen, indem sie einfach das Fenster schloss. Und zwar in einem Serengeti-Park.

Seine Lesung sei, erzählt Birgit Böhnisch, erste Vorsitzende von Leselust e.V., spannend und intensiv gewesen. Dabei habe sich Fitzek als echter Entertainer und auch als gänzlich unprätentiöser Star erwiesen. Im Anschluss an den offiziellen Teil stellte sich der Autor den vielen Fragen aus dem Publikum. Und auch bei der nachfolgenden Signier- und Autogrammstunde ließ sich Fitzek nicht lumpen. Schön auch für den Verein und das Thema Literatur in der Wilstermarsch – die beiden Lokalmatadorinnen Anja Marschall und Heike Denzau waren zur Lesung gekommen, um ihren Berufs-Kollegen Fitzek zu hören.

Fitzek-Fans dürfen sich nun auf den am 26. Oktober 2016 erscheinenden Neuen, auf „Das Paket“ freuen, auf den der Autor in Wilster schon einmal neugierig zu machen verstand.

Durch das mehr als zweistündige Programm führte souverän Karin Labendowicz. Auch sie genoss den abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abend sehr. Die Mischung aus szenisch gelesenen, spannenden Passagen und humorigen Geschichten sorgte für eine emotionale Achterbahn. Und genau darin dürfte auch die Crux des Genres „Thriller“ zu sehen sein, was wörtlich übersetzt Schauer, Erregung und Sensation bedeutet.

Bildschirmfoto 2016-07-01 um 12.25.00Bei Leselust e.v. und der Stadtbücherei geht es weiter am Dienstag, dem 18. Oktober 2016. „Zeige deine Wunde“, fordert Rüdiger Sünner in seinem gleichnamigen Buch auf. Sünner befasst sich darin mit dem Aktionskünstler, Bildhauer, Kunsttheoretiker und Pädagogen Joseph Beuys, dessen großes Schaffens-Thema die seelische und körperliche Verletzbarkeit des Menschen war. Beuys – wenn auch zeitlebens ein umstrittener Charakter – zählt zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts.

Bitte reservieren Sie rechtzeitig unter der bekannten Nummer 04823/921336. Wie immer werden für die Lesung keine Eintrittsgebühren erhoben. Der Verein bittet im Anschluss an den Abend um Spenden. /heike pohl

 

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