Im Mai: Über 100 Gäste beim „Feder-Lesen“ in Wilster. Und im Juni: Wikki und die „Wehmutstropfen“

Lesung im Mai 2017

Jürgen Feder in Wilster / Foto: Birgit Böhnisch

Wer ihn einmal live oder im Fernsehen beim Schwärmen über Pflanzen erlebt hat, der weiß, wie ansteckend die Begeisterung und Freude von Jürgen Feder an alldem ist, was die Natur wachsen lässt – und zwar bevorzugt dort, wo man es am wenigsten vermuten mag:
In Innenstädten, an Gleisanlagen der Bahn, auf Hafenanlagen, Industriegeländen oder anderen weitgehend zubetonierten und –gepflasterten Flächen.
Es ist absolut erstaunlich, wie es Pflanzen schaffen, in Nischen und unter unwirtlichen Lebensbedingungen ihr Plätzchen zu finden, und genau dorthin führt Feder sein begeistertes Publikum während seiner Exkursionen.
Die zwei großen Gruppen, die sich am 18. Mai in Wilster zur „Stadtwanderung“ und anschließenden Lesung eingefunden hatten, kamen allerdings nicht wirklich weit. Die Artendichte in der Marschenstadt muss derart hoch sein, dass aus der geplanten Wanderung um ein Haar ein Stehempfang auf dem Parkplatz beim Neuen Rathaus geworden wäre, weil es allein dort schon so viel zu sehen und zu sagen gab.

„Erst zwei Gruppen mit zusammen fast 100 Personen die Stadt botanisch näher gebracht und dann noch abends vor so 80 Leuten Standup-Comedy – zum Vortrag, zu einer Vorlesung kam es im Neuen Rathaus zu Wilster von 1790! gar nicht“, schreibt Feder bei Facebook, wo er seine Touren in Worten und Bildern dokumentiert, und wo auch das unglaubliche Pensum des Botanikexperten deutlich wird:
Feder reist im Zickzack-Kurs von Nord nach Süd, von Ost nach West – durch die ganze Republik. In Wilster wachsen übrigens Gamander-Ehrenpreis, Gänse-Fingerkraut, Dolden-Milchstern und der bei Gärtnern so ungemein beliebte Giersch, von dem wir wissen, dass er sich in Salatschüsseln gut macht und aus dem Garten kaum zu verbannen ist, wenn er dort erst einmal Fuß gefasst hat.
Ein interessanter, ein fröhlicher, ein rundum gelungener Abend – und wiederkommen mag Feder auch gern, das schreibt er jedenfalls bei Facebook seinen Fans.

 

Lesung im Juni 2017

Am Sonntag, dem 18. Juni 2017, geht es in einer szenischen Lesung und unter spannenden Vorzeichen weiter im Spiegelsaal:
Ab 19:30 Uhr ist Erik Wikki mit seinen „Wehmutstropfen“, erschienen im Lirius Verlag, zu Gast bei uns.

Wikki, Jahrgang 1966, wurde in Recklinghausen geboren und lebt inzwischen im Emsland, nahe zur Nordsee. „Ich möchte mit Leib und Seele Geschichten erzählen“, sagt er über sich und genau das wird er am 18. Juni dann auch in Wilster tun.

„Zwei außergewöhnlich tote alte Frauen wie sie unterschiedlicher kaum sein können:
Eine liebevolle Oma – eine durchtriebene Diebin.

Die eine schreibt der Privatdetektei Kern einen Brief. „Wenn Sie diese Zeilen lesen, bin ich tot“, lauten die Eröffnungsworte. „Mein Tod hat mit Sicherheit keine natürlichen Ursachen.“ Sie bittet die Ermittler, den Mord an ihr aufzuklären.

Die andere beauftragt dieselbe Detektei. Ihr Ziel: Vergeltung! Der dort beschäftigte ehemalige Kriminalkommissar hat sie vor langer Zeit nach einem missglückten Raub hinter Gitter gebracht. Viele Jahre hat sie auf den passenden Augenblick gewartet. Jetzt soll er büßen“, kündigt der Klappentext an.

Die Veranstaltung ist – wie gewohnt – kostenlos, der Verein Leselust e.V. und die Stadtbücherei Wilster freuen sich im Anschluss an die Lesung auf Ihre Spende.

Nach der Sommerpause geht es dann am 19. September 2017 weiter mit Frank Goosen und seinem Roman „Förster, mein Förster“.

/ Text: Heike Pohl, http://www.heikepohl.com

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