„Förster, mein Förster“ | mit Frank Goosen unterwegs im Bulli – zwischen Hebriden und Ostsee.

Copyright: Sandra Schuck

Liebe Lesefreunde,

die Sommerpause ist vorüber, der Sommer auch – falls ihn jemand von Ihnen gesehen hat – grüßen Sie ihn bitte herzlich aus der Wilstermarsch.

In der kommenden Woche starten wir mit Frank Goosen in die zweite Hälfte unseres Lesejahres und das wird komisch, melancholisch auch und es menschelt sehr.
Es menschelt in Goosens Roman und beim Autors selbst auch. Der schreibt jüngst auf seinem Facebook-Account, unter einem Foto mit Currywurst und Bier:

„Dieser Moment, wenn du bei Pils und Currywurst in der Sonne sitzt,
den Geburtstag deines Kumpels feierst, der nicht mehr in Bochum wohnt,
und du feststellst, dass Harald Juhnke recht hatte:
„Meine Definition vom Glück? Leicht einen sitzen und keine Termine.“

Bier und Currywurst gibts in Wilster auch, aber den Gefallen, beides terminfrei zu genießen, den können wir Frank Goosen leider nicht erweisen.
Am Dienstag, dem 19. September, zur gewohnten Zeit – um 19:30 Uhr – liest der Autor im Spiegelsaal im Neuen Rathaus
aus

„Förster, mein Förster“, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.

»Wenn man Licht sieht, kann man auch klingeln.«

Ein Mann kurz vor seinem fünfzigsten Geburtstag. Zwei Freunde, die sich seit vierzig Jahren kennen und streiten. Eine greise Saxofonspielerin mit Post aus der Vergangenheit, ein Hamster namens Edward Cullen und ein Trip ans Meer. Frank Goosens neuer Roman ist ein tragikomisches Lesevergnügen für alle, die einfach mal weg wollen: nach Iowa, ins Outback oder zumindest an die Ostsee.

Förster ist ein Schriftsteller, dem nichts mehr einfällt. Von seinem neuen Buch existiert schon seit Langem nur der erste Satz. Seine Freundin treibt sich derweil auf den Äußeren Hebriden herum. Sein Nachbar Dreffke trägt auch mit siebzig noch knappe Badehosen, aber was er hustet, sieht nicht gut aus. Fränge und Brocki, die Förster seit der Schulzeit kennt, geht es auch nicht besser. Der eine ist drauf und dran, seine Ehe an die Wand zu fahren, der andere scheitert an den Herausforderungen des modernen Lebens. Und dann ist da noch Finn, der wohlstandsverwahrloste Teenager. Sie alle müssen mal raus hier. Da trifft es sich gut, dass Försters verwirrte Nachbarin Frau Strobel, die betagte Saxofonistin, einen Brief aus der Vergangenheit erhält. In Fränges altem Bulli fahren sie alle sechs an die Ostsee, um dem Reunion-Konzert der Tanzkapelle Schmidt beizuwohnen. Vor allem aber, um sich – die eigene Vergangenheit im Gepäck – der Zukunft wie einer steifen Meeresbrise entgegenzustellen.

Zwischen absurder Komik und feiner Melancholie erweist sich Frank Goosen in diesem Roman erneut als brillanter Beobachter des Zwischenmenschlichen.

Über den Autor:
Frank Goosen hat neben seinen erfolgreichen Büchern, darunter »Raketenmänner«, »Sommerfest« und »Liegen lernen«, zahlreiche Kurzgeschichten und Kolumnen in überregionalen Publikationen und diversen Anthologien veröffentlicht. Darüber hinaus verarbeitet er seine Texte teilweise zu Soloprogrammen, mit denen er deutschlandweit unterwegs ist. Einige seiner Bücher wurden dramatisiert oder verfilmt. Frank Goosen lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Bochum. Weitere Informationen finden Sie auch unter www. frankgoosen.de oder bei Facebook.

Die Veranstaltung ist – wie gewohnt – kostenlos, der Verein Leselust e.V. und die Stadtbücherei Wilster freuen sich im Anschluss an die Lesung auf Ihre Spende.

/ Text: Heike Pohl, http://www.heikepohl.com

 

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