Von Heimaterde und Flüstereien mit Pferden

9783351036713Heimat leuchtet

Vietnamesen, die Zuwanderern Deutsch beibringen, Türken, die auf die Mittagsruhe pochen, Iraner, die ihre Gartenzwerge bemalen, oder ein Politiker mit palästinensischen Wurzeln, der dem Stammtisch erklärt, was Deutschsein heute bedeutet. Lucas Vogelsang fährt vom Berliner Wedding aus quer durch die Bundesrepublik und trifft Menschen, die von Herkunft und Identität erzählen. In Pforzheim, Rostock-Lichtenhagen oder Castrop-Rauxel. So reist er hinein in die Gegenwart unseres Landes – „Heimaterde“ stellt sich der großen Frage, wer wir sind.

Am kommenden Montag, dem 18. Juni 2018, liest Lucas Vogelsang aus seinem Buch „Heimaterde“Darin spürt der Journalist und Autor den großen Fragen unserer Zeit nach und erzählt, was Heimat für 20 sehr verschiedene Protagonisten bedeutet. Dabei führen seine Recherchen vom Ammersee bis nach Windhoek und einmal quer durch Deutschland.

Lucas Vogelsang zählt zu den erfolgreichsten Reportern seiner Generation. Er hat u.a. für den Tagesspiegel, den Playboy und Die Zeit gearbeitet und ist heute Autor für Die Welt und Welt am Sonntag. 2010 erhielt er den Henri-Nannen-Preis und 2013 den Deutschen Reporterpreis. Für die Reportage über seinen Block im Berliner Wedding wurde er 2015 beim Hansel-Mieth-Preis ausgezeichnet.

Heimat – ein großes und weites Feld, Thema dieser Zeit, viel diskutiert, sehr unterschiedlich interpretiert und in Berlin sogar ein Ministerium wert, aktueller kann das Thema einer Lesung kaum sein.
Besonders schön: Vogelsang fragt Menschen aus aller Welt, was Heimat für sie bedeutet.
Vielleicht ist Heimat ja ganz einfach vor allem ein Gefühl?

Wir dürfen gespannt sein.

Der Eintritt ist – wie immer – frei, Leselust e.V. und die Stadtbücherei freuen sich über Ihre Spende.  Falls Sie spontan Lust und Zeit haben, melden Sie sich bitte unter 04823/921336 telefonisch an.


Nach der Sommerpause geht es dann tierisch menschlich am 18. September 2018 weiter mit Manfred Weindl und „Girly“.

Bis dahin wünsche wir Ihnen eine gute Zeit und viel Freude und gute Erholung in den Sommerferien.

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Foto: Frank Bauer

Manfred Weindl ist Polizist mit Leib und Seele, als ihn ein Zwischenfall im Dienst aus der Bahn wirft: Er stürzt in eine tiefe Depression und muss schließlich seinen Job an den Nagel hängen. Auf dem Höhepunkt seiner Krise kauft er eine Stute, Girly – obwohl er nie zuvor auf einem Pferd gesessen hat. Durch Girly bekommt Weindl wieder Zugang zu seinen verschütteten Gefühlen, kann sich Stück für Stück aus seiner Depression befreien. Und er entdeckt, dass in ihm das Talent schlummert verhaltensauffällige Pferde zu heilen. Seine Feinfühligkeit, so erkennt er, ist keine Schwäche, sondern seine größte Stärke.

Weindls Geschichte erzählt von der Kraft des Selbstmitgefühls, der Chance von Krisen – und sie beweist, dass es nie zu spät ist seine Träume zu leben.
Heute ist er ein „Pferdeflüsterer“ und gefragter Experte, der in ganz Deutschland Pferden und ihren Besitzern hilft. / heike pohl