Lesungen 2021

Wir freuen uns sehr, unsere Lesungen vor der schönen, historischen Kulisse des liebevoll restaurierten Spiegelsaals im Neuen Rathaus präsentieren zu dürfen.

Dieses architektonische Kleinod wurde 1786 errichtet und im Auftrag von Kanzleirat Johann Hinrich Doos als Wohnhaus für sich und seine Familie gebaut, weshalb das spätbarocke Backsteingebäude auch bekannt ist als Palais Doos. Einst war unter diesem Dach eine mehr als 10.000 Bände umfassende Bibliothek untergebracht. Dieser wertvolle literarische Schatz hat inzwischen im Alten Rathaus von Wilster seinen würdigen Rahmen gefunden.
Im Palais Doos befindet sich zudem die Stadtbücherei Wilster.

Die außergewöhnlich schöne Kulisse, unser lesebegeistertes Publikum und ganz bestimmt nicht zuletzt die vielen interessanten und teilweise auch recht prominenten Autorinnen und Autoren machen jeden einzelnen Lesungsabend zu einem ganz besonderen Erlebnis und Vergnügen.

In den Pausen und im Anschluss an die Lesungen bleibt selbstverständlich auch genügend Zeit für Fragen und einen regen Austausch zwischen Publikum und Autorinnen sowie Autoren.

Lesungen in 2021

Liebe Lesefreundinnen, liebe Lesefreunde,

der Verein Leselust hat im schwierigen Jahr 2020 vier Lesungen durchgeführt, im September und Oktober aufgrund der Abstandsregelungen in der Kirche. Das hat gut geklappt, aber ein paar mehr Zuhörer wären schön gewesen. Wir hoffen, dass wir Ihnen in 2021 etwas mehr bieten können. Im Februar und März treffen wir uns wieder in der Kirche, danach sehen wir weiter.

Das Wichtigste ist aber, dass wir alle gesund bleiben und hoffentlich auch noch sind.  Wir informieren Sie hier rechtzeitig über die weitere Planung bzw. die weiteren Veranstaltungen.

Donnerstag, 18.02.2021 um 19:30 Uhr
St. Bartholomäus Kirche, 25554 Wilster 

Tim Pröse
„Jan Fedder – Unsterblich“

Kurz vor seinem Tod erreichte Jan Fedder das vollendete Manuskript von Tim Pröse, gespickt mit vielen Zitaten, in denen Jan Fedder selbst zu Wort kommt oder seine Frau Marion, Freunde und Weggefährten über ihn sprechen. Sie erzählen die Geschichte seines Lebens, in voller Länge, mit all den schönen und jubelnden wie auch mit wehmütigen und traurigen Kapiteln.

„Ich habe alles gelebt und erlebt. Ich habe all meine Sehnsüchte gestillt und ich vermisse nichts. Denn was bleibt von einem Menschen? Seine Knochen. Und seine Geschichten.“ Jan Fedder

Jan Fedder kam am 14.1.1955 in Hamburg zur Welt. Seine Kindheit verbrachte er am Hafen und auf dem Kiez von St. Pauli, dem besten Abenteuerspielplatz, den man haben konnte. 28 Jahre lang spielte er Dirk Mathies im „Großstadtrevier“. So authentisch und echt, dass er die Rolle lebte, als wäre sie ihm auf den Leib geschneidert. Rund 650 Filme, darunter auch Verfilmungen von Siegfried Lenz, hat er in seiner Schauspielkarriere gedreht. Drehen war sein Leben, aber hauptberuflich war er Mensch. Er verstarb am 30.12.2019.

Donnerstag, 18.03.2021, um 19:30 Uhr
St. Bartholomäus Kirche, 25554 Wilster 

Carmen Korn
„Und die Welt war jung“

In ihrer neuen Saga lässt uns Carmen Korn tief eintauchen in die Nachkriegsjahrzehnte. Anhand von drei befreundeten Familien erzählt sie vom Neuanfang in Köln, Hamburg und San Remo. Von großen und kleinen Momenten, von Festen, die gemeinsam gefeiert werden, von Herausforderungen, die zu meistern waren. Und vom Wunsch, aus dem Schweren etwas Gutes entstehen zu lassen, der Hoffnung, dass es noch nicht vorbei ist, das Leben und das Glück.

1. Januar 1950: In Köln, Hamburg und San Remo begrüßt man das neue Jahrzehnt. Das letzte hat tiefe Wunden hinterlassen: in den Städten, in den Köpfen und in den Herzen. Gerda und Heinrich Aldenhovens Haus in Köln platzt aus allen Nähten. Heinrichs Kunstgalerie wirft längst nicht genug ab, um all die hungrigen Mäuler zu stopfen. In Hamburg bei Gerdas Freundin Elisabeth und deren Mann Kurt macht man sich dagegen weniger Sorgen um Geld. Als Werbeleiter einer Sparkasse kann Kurt seiner Familie eine bescheidene Existenz sichern. Nach mehr Leichtigkeit im Leben sehnt man sich aber auch hier. Schwiegersohn Joachim ist noch immer nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Margarethe, geborene Aldenhoven, hat es von Köln nach San Remo verschlagen. Das Leben an der Seite ihres italienischen Mannes scheint sorgenfrei, doch die Abhängigkeit von der Schwiegermutter quält Margarethe.

So unterschiedlich man die Silvesternacht verbracht hat, die Fragen am Neujahrsmorgen sind die gleichen: Werden die Wunden endlich heilen? Was bringt die Zukunft.